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Wie Covid-19 unseren Geruchssinn ausschaltet

Viele Menschen, die an Covid-19 (Sars-Cov-2) erkranken, berichten von einem temporärem Ausfall ihres Geruchs- und Geschmackssinns. Forscher sind den genaueren Ursachen hierfür nun auf den Grund gegangen. Offenbar befällt das Virus einzelne Zellen der Riechschleimhaut, allerdings ohne sie dauerhaft zu zerstören.

Offenbar werden die Zellen vielmehr kurzfristig „ausgeschaltet“. Die Viren hemmen nur die Signalübertragung zwischen den einzelnen Nervenzellen. Das würde auch erklären, warum sich der Geruchs- und Geschmackssinn bei den meisten Menschen wenige Tage nach der Infektion wieder einstellen

Geruchssinn

Gefährlicher Ehrgeiz! Grippalen Infekt aussitzen statt ausschwitzen

Sportlich unterwegs trotz Erkältung?

Keine gute Idee! Viele Menschen machen den Fehler, mit stärkeren Erkältungssymptomen Sport zu treiben und riskieren ernsthafte Erkrankungen. Im schlimmsten Fall kann eine Herzmuskelentzündung drohen, die möglicherweise lebensbedrohliche Folgen mit sich bringt.

Die Nase läuft, der Hals kratzt, die Stirn ist warm, doch der innere Schweinehund soll trotz Erkältung überwunden werden? Bei einem sogenannten grippalen Infekt stellen sich viele passionierte Hobbysportlerinnen und -sportler die Frage, ob sie in ihre Laufschuhe schlüpfen oder besser das gemütliche Bett hüten sollten. „Bei einem harmlosen Schnupfen mag moderates Training keine gesundheitlichen Folgen mit sich bringen, solange der körperliche Zustand es zulässt. Doch treiben Menschen mit Fieber und schwerwiegenden Symptomen Sport, können sich die Viren durch die hohe Belastung im ganzen Körper verteilen, was zu schwereren Erkrankungen führen kann“, sagt Klaus Möhlendick, Diplom-Sportwissenschaftler bei der Barmer. Betroffene leiden bei einem grippalen Infekt meist unter Müdigkeit, verringerter Leistungsfähigkeit und klagen über allgemeines Unwohlsein. Dazu gesellen sich Erkältungssymptome, die als innere Warnsignale zu verstehen sind und eine Trainingspause erzwingen.

Sport bei Erkältung führt zu Doppelbelastung des Immunsystems

Das menschliche Immunsystem muss bei einer Erkältung regelrecht einen inneren Kampf gegen aufkommende Krankheitserreger führen. Dafür benötigt es jede Menge Energie, weshalb sich Erkrankte oftmals müde und schlapp fühlen. Sportliche Betätigung wäre hier äußerst kontraproduktiv. „Wenn der Körper bereits eine Infektion bekämpft, stellt der Sport eine weitere Belastung für ihn dar. Das Immunsystem wird bei körperlicher Betätigung zusätzlich belastet und kann nicht optimal gegen Viren, Bakterien und andere Krankheitserreger vorgehen. Unvorsichtige Sportlerinnen und -sportler riskieren dadurch eine Herzmuskelentzündung, die in schlimmsten Fällen und ohne spezifische Behandlung zu Herzrhythmusstörungen und Herzschwäche mit ernsthaften gesundheitlichen Folgen führt

Immer wieder wird in Internetforen oder von vermeintlichen Expertinnen und Experten erkälteten Menschen dazu geraten, ihre Sportschuhe zu schnüren und die aufkommende Erkältung „auszuschwitzen“. Doch Betroffene bewegen sich hier auf gesundheitlich dünnem Eis. Denn die Intensität des Trainings und das Ausmaß der Symptome entscheiden maßgeblich darüber, ob die Erkältung abklingt oder heftiger wird. „Ist die körperliche Belastung nicht zu groß, fördert ein wenig Bewegung sogar die körpereigenen Abwehrkräfte. Wird die Belastung allerdings zu hoch, ist das Ausschwitzen für den Körper schädlich und die Symptome des grippalen Infekts werden stärker und langwieriger“

Bei grippalen Infekten gilt, erst wieder mit dem Training starten, wenn die Symptome vollständig abgeklungen sind. Vorher sollte kein Sport betrieben werden. Spaziergänge und moderate Bewegung an der frischen Luft können dem Körper in der Abwehr von Krankheitserregern zwar unterstützen, jedoch sollte auch hier immer auf die Zeichen des Körpers geachtet und von maximalen Belastung abgesehen werden. Denn ein verfrühter Einstieg in die Trainingsroutine würde das Immunsystem zusätzlich schwächen.

Laufen Erkältung

Adipositas und Covid-19

Viren-Reservoir im Körperfett gefährdet Übergewichtige

Adipositas erhöht das Risiko, an COVID-19 zu erkranken. Bei Übergewichtigen mit einem Body-Mass-Index (BMI) von über 30 ist zudem ein schwerer oder gar tödlicher Infektionsverlauf deutlich häufiger. Das zeigen Meta-Analysen vorliegender Beobachtungsstudien aus der ersten Coronawelle. Diese aktuellen Forschungsergebnisse zum Zusammenhang zwischen Ernährung und Corona stellte der Epidemiologe Jakob Linseisen Mitte November bei der gemeinsamen Dreiländertagung 2020 der Ernährungsgesellschaften für Deutschland, Österreich und die Schweiz vor.

Eine besondere Rolle spielt die bei starkem Übergewicht deutlich vergrößerte Körperfettmasse, denn das Fettgewebe kann offenbar den Coronaviren vom aktuell pandemischen Typ SARS-CoV-2 als Reservoir im menschlichen Körper dienen. Um über die epidemiologisch-statistischen Zusammenhänge hinaus die Frage der Kausalität besser beantworten zu können, wurde im medizinischen Forschungsverbund UNIKA-T an den Universitäten in München und Augsburg dazu eine Mendelsche Randomisierungs-Studie durchgeführt. Mit diesem wissenschaftsmethodischen Instrument ist es möglich, den Einfluss von Risikofaktoren biostatistisch abzusichern.

„Damit können wir klar zeigen, dass Adipositas signifikant das COVID-19-Risiko erhöht“, erklärte Linseisen. „Da Adipositas-Begleitkrankheiten diesen Zusammenhang erklären könnten bzw. Mediatoren sein könnten, wurden die Analysen auch für Diabetes und kardiovaskuläre Erkrankungen adjustiert.

Auch hier bestätigt sich der direkte und robuste Zusammenhang zwischen Adipositas und dem Risiko für eine COVID-19-Erkrankung und die Schwere des Verlaufs.

Übergewicht