In großen Städten blitzt es häufiger als auf dem flachen Land. Gründe sind das wärmere städtische Klima und die Luftverschmutzung.
Am Beispiel von Houston in Texas, immerhin viertgrößte Stadt der USA, ermittelten Wetterforscher ein um 40 Prozent höheres Gewitteraufkommen im Vergleich zum ländlichen Umfeld. Verantwortlich seien das wärmere städtische Klima und die Luftverschmutzung.
Scott Steiger und seine Kollegen von der Texas A&M University werteten die Blitz-Statistiken der letzten zwölf Jahre für die Stadt Houston und ihr Umland im Radius von 300 Kilometern aus. Im Durchschnitt schlugen pro Quadratkilometer und Jahr in Houston sieben Blitze ein. Im Umland waren es dagegen nur zwei.
Am deutlichsten fiel die Differenz im Spätsommer und im Herbst aus. In dieser Zeit werde die Stadt 70 Prozent stärker frequentiert als das Umland, schreiben die Forscher im "Journal of Geophysical Research - Atmospheres".
Die Wetterforscher empfehlen besonders Elektrizitätswerken, einen Blick in die Blitzstatistik zu werfen, denn Einschläge in Transformatoren seien in den USA hauptverantwortlich für Ausfälle im Stromnetz. Die Standorte der Transformatoren sollten nach ihrem potenziellen Blitzrisiko ausgewählt werden, schlägt Steiger vor.
Weil Gewitter zudem meist von starken Regenfällen begleitet würden, könnten auch für die Landwirtschaft und die Planung des Abwasseraufkommens aus dem Datenmaterial Konsequenzen gezogen werden.