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Nashörner sind weniger einzelgängerisch als bisher vermutet. Neues Terrain betreten sie lieber in Begleitung eines ortskundigen Artgenossen.
Dieses Verhalten konnten Biologen jetzt im südafrikanischen Wildpark Hluhluwe-Umfolozi beobachten. Dort werden den Tieren seit längerem Minisender ins Horn eingesetzt, um sie im fast 900 Quadratmeter großen Reservat ständig lokalisieren zu können.
Adrian Shrader und Norman Owen-Smith von der Universität Witwatersrand verfolgten zwei Jahre lang die Streifzüge von Breitmaulnashörnern (Ceratotherium simum) durch den Wildpark.
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Die auch als weiße Nashörner bekannten Tiere standen vor rund hundert Jahren mit nur noch 50 Exemplaren kurz vor dem Aussterben. Jetzt ziehen wieder über 12.000 Exemplare durch das südafrikanische Reservat.
Vor allem der Nashorn-Nachwuchs erkundet seine Umgebung nur sehr vorsichtig, berichten Shrader und Owen-Smith im Magazin "Behavioural Ecology and Sociobiology". Wenn ein Jungtier im Alter von zwei bis drei Jahren seine Mutter verlässt, schließt er sich mit einem Artgenossen zusammen - eine Freundschaft, die Tage aber auch Jahre anhalten kann.
Möglicherweise schütze die Gemeinschaft vor der Vertreibung durch ältere Rivalen und vor Angriffen durch Raubtiere, vermuten die Forscher. Junge Nashorn-Männchen streifen bis zu zwölf Jahre umher, bevor sie sich in einem eigenen Revier niederlassen