Was Tiere denken

Woher weiß das Eichhörnchen, wo es im Sommer seine Nahrungsvorräte verbuddelt hat ? Vielleicht haben Sie sich das auch schon einmal gefragt. Egal ob Vogel oder Nager, auf de Suche nach Nahrung scheinen Tiere immer ganz genau zu wissen, wo sie wann suchen müssen.

Diese Beobachtung brachte Wissenschaftler dazu, das Suchverhalten im Labor zu untersuchen: Um festzustellen, wie sich Tiere orientieren, setzte man Ratten in einem Labyrinth aus. Dieses bestand aus acht schmalen Gängen, die von einem Podest in der Mitte ausstrahlten. A
m Ende jedes einzelnen Tunnels platzierten die Forscher einen Happen Futter, dann setzten sie eine der Ratten auf das Podest.


Man führte diesen Versuch mehrere Male mit verschiedenen Tieren durch und fand Faszinierendes: Keine der Ratten besuchte einen Gang zweimal, alle Tiere liefen scheinbar zielstrebig nacheinander zu den Futterhäufchen.
Die meisten Tiere gingen dabei sogar streng nach Uhrzeigersinn vor.

Diese Beobachtungen zeigen, dass nicht nur wir Menschen, sondern auch Tiere über ein räumliches Vorstellungsvermögen verfügen. Hinweisreize ihrer Umgebung nutzend, entwickeln selbst Nager ein komplexes Bild ihrer Landschaft und planen mental ihren Weg.


Die Tatsache, dass sich die Tiere selbst noch nach Stunden an die Art ihres Umfeldes erinnern legt den Schluss nahe, dass die Tiere sogenannte "kognitive Landkarten" entwickeln, in denen die vorgestellten Distanzen den wirklichen entsprechen. Also können nicht nur wir Menschen unsere Umgebung quasi "scannen", auch Tiere besitzen diese Fähigkeit und nutzen sie, um sich zu orientieren. Deshalb weiß das Eichhörnchen auch im Winter noch, wo es im Herbst seine gesammelten Nüsse vergraben hat - Es ruft sich seine kognitive Landkarte mit den markierten Verstecken in Erinnerung.


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