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Die Fläche des Brasilianischen Regenwaldes wird immer kleiner - und das mit beschleunigter Geschwindigkeit, berichten amerikanische und brasilianische Forscher.
Unter der Leitung von William Laurance vom Smithsonian Tropical Research Institute vollzogen die Wissenschaftler anhand von Satellitenbildern die Entwicklung der letzten 24 Jahre nach.
Entgegen den Beteuerungen der brasilianischen Regierung wur- de die Abholzung des Regenwaldes offenbar nicht gebremst. Im Gegenteil: Seit 1995 hat sich der Kahlschlag noch beschleunigt, sagen die Forscher.

Die brasilianische Regierung hat angekündigt, in den nächsten Jahren über 40 Milliarden US-Dollar in Straßen- und Schienen- bau sowie Strom- und Gasleitungen investieren zu wollen. Die nötigen Schneisen sollen durch den Regenwald verlaufen, darunter allein 8000 Kilometer Straße. Auswirkungen auf den Wald habe das nur sehr begrenzt, meint die Regierung.
Die Forscher widersprechen. Sie verweisen darauf, dass das Amazonas-Gebiet schon jetzt unter starkem Druck steht. Das Bevölkerungswachstum sowie die stark expandierenden Industrien der Holzwirtschaft und des Bergbaus setzen dem Ökosystem des Waldes zu.