Grüne Korridore:Von Flora und Fauna angenommen?

Das Modell geht davon aus, dass Tiere und Pflanzen sich besser verbreiten können, wenn einzelne Lebensräume miteinander verknüpft werden. Die Überprüfung dieser These im britischen Birmingham erbrachte allerdings keinen Hinweis darauf, dass Flora und Fauna die Korridore nutzen.
Die Biologen um Andrew Pullin von der University of Birmingham nahmen seit 1998 die Biologie ihrer Stadt unter die Lupe. Das Fazit: Nur wenige Wirbeltiere nutzen die grünen Brücken von Lebensraum zu Lebensraum. Kleinere Lebewesen wie etwa Insekten sowie die Pflanzen profitieren nicht davon.
Die biologische Vielfalt im Umfeld der Korridore war nicht größer als auf isolierten Flächen. Dies erklärte der an der Untersuchung beteiligte Botaniker Mark Hill auf einer Fachtagung der British Ecological Society.

In urbanen Gebieten machen die grünen Korridore aber nicht viel Sinn - zumindest, wenn man an Flora und Fauna denkt. Für die menschlichen Stadtbewohner dagegen sind die Grünflächen eine Art Naherholungsgebiet und haben somit eine wichtige psychologische Funktion.
Im Interesse der Tier- und Pflanzenwelt empfehlen die Forscher, mehr alte Industrieflächen brach liegen zu lassen. Dies sei preiswert und ökologisch sinnvoll, weil sich die Natur den Raum dann selbst zurückerobern könne.


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