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Die Tintenfische unterschieden sich in ihren Körper- merkmalen erheblich von anderen Kopffüßlern, schreiben die Meereswissenschaftler in der neuen Ausgabe von "Science". Die Neuentdeckung zeige, wie gering unsere Kenntnisse über das Leben in der Tiefsee seien. Die Forscher aus den USA, Japan, Spanien und Frankreich schickten unbemannte Tauchboote in die Tiefe der Ozeane, um den Geheimnissen dieses größten Lebensraums der Erde auf die Spur zu kommen. Unter anderem trugen die Vehikel Videokameras, die spektakuläre Bilder an die Oberfläche sandten. Was die Wissenschaftler auf ihren Bildschirmen sahen, gleicht einer kleinen Sensation: Insgesamt achtmal gerieten bislang unbekannte Riesenkraken ins Blickfeld der Kameras. Die geheimnisvollen Tintenfische hielten sich in Wassertiefen zwischen zwei und fünf Kilometern in der Nähe des Meeresbodens auf. Die Anwesenheit der Tauchboote schien die faszinierenden Kreaturen nicht sonderlich zu beeindrucken, und so gelangen den Forschern eindrucksvolle Aufnahmen.
Die Riesenkraken tragen an ihren Körpern zehn identischen Arme, die mehrere Meter lang sind und einen auffallenden Knick aufweisen. Am Rumpf setzen zwei ungewöhnlich große Flossen an, mit denen die eleganten Geschöpfe ähnlich wie Manta-Rochen durchs Wasser schweben können. Die Riesenkraken sind wahre Weltbürger, denn die Wissenschaft- ler sichteten die Tiere sowohl im Atlantik als auch im Pazifik, im Indischen Ozean und im Golf von Mexiko. Vermutlich bevölkern die wundersamen Tintenfische die Tiefen der Meere in großer Zahl, schreiben die Forscher.
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