Prognose: Antarktischer Eisschild bleibt stabil

Britische Forscher gehen davon aus, dass das Risiko für eine Schmelze und ein Abbrechen der Eismassen in den nächsten 200 Jahren bei nur fünf Prozent liegt. Sie widersprechen damit Szenarien, nach denen das Tauen des Eises zum schnellen Anstieg des globalen Meeresspiegels führen könnte.
Der westliche Eisschild bindet 13 Prozent des antarktischen Eises. Klimaforscher gehen davon aus, dass schon einmal vor rund 120.00 Jahren große Teile des Eises abgebrochen sind. Damals lagen die Temperaturen aber wahrscheinlich um 7 bis 10 Grad Celsius höher.
Derzeit werden im Westen der Antarktis die höchsten Steigerungen im Rahmen der weltweiten globalen Erwärmung gemessen. Daraus hatten manche Klimaforscher eine baldige Schmelze abgeleitet.

Die Wissenschaftler vom British Antarctic Survey entwickelten jetzt mehrere aktualisierte Szenarien, in deren schlimmstem Verlauf der Meersspiegel über hundert Jahre hinweg um einen Meter steigt. "Wenn es zu diesem Anstieg kommt, setzt er langsam genug ein, um flache Küstenlandschaften noch abzusichern", glauben die Forscher.
Ihre Berechnungen erstellten die Wissenschaftler im Auftrag der britischen Regierung. Die Arbeit wird in der nächsten Ausgabe des Magazins "Climate Change" veröffentlicht.


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