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Die Wasserqualität entlang der britischen Küste könnte künftig mit Hilfe von Muschellarven überwacht werden. Ein entsprechendes Verfahren haben zwei britische Meeresbiologen entwickelt. (jkm) - Die Forscher sammeln hierzu während der Sommermonate Abermillionen von Muschellarven und frieren sie in flüssigem Stickstoff ein. Bei Bedarf wird ein Teil der Larven wieder aufgetaut und in eine Wasserprobe gegeben. Zeigen die Larven daraufhin Entwicklungsstörungen oder sterben gar, deutet dies auf eine Wasserverunreinigung hin. Normalerweise würden die Tiere das Einfrieren bei minus 196 Grad Celsius nicht überstehen, erläutert Ian McFadzen, einer der Entwickler und Gründer der Firma Coastal & Marine Biotechnolo- gies in Plymouth: "Durch sorgfältige Kontrolle des Gefrierpro- zesses und Zugabe eines speziellen Cocktails von Schutzsub- stanzen können die Tiere mindestens 50 Jahre im Kälteschlaf verharren."
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Über die Natur der "Frostschutzmittel" schweigen McFadzen und sein Kollege John Wedderburn sich aus. Es handele sich dabei um Substanzen, die ursprünglich aus arktischen und antarktischen Organismen und aus tropischen Pflanzen stammten. Von vielen Pflanzen und Tieren ist bekannt, dass sie sich mit Alkoholen oder speziellen Proteinen gegen Zellschäden durch Frost schützen. Das Verfahren sei nicht nur billig, sondern auch schnell und einfach anzuwenden, so die Forscher. Daher eigne es sich etwa für Routinetests an Badestränden oder für den Einsatz auf Forschungsschiffen. "Selbst wenn ein Gebiet über Jahrzehnte hinweg immer wieder überprüft werden muss, kann stets auf gefrorene Larven aus der gleichen Charge zurückgegriffen werden" meint Wedderburn. Die Technik könnte sogar in der Fischzucht oder zur Bewahrung bedrohter Spezies eingesetzt werden
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