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Die Bienen-Milbe droht britische Imker in den Ruin zu stürzen. Eine Biologin der FU Berlin hat nun eine neue Bekämpfungsstrategie gegen die Milbenplage entwickelt. (jkm) - Nachdem die Parasiten in den 90er Jahren bereits 70 Prozent der britischen Bienenvölker vernichtet haben, werden sie derzeit auch gegen die letzten chemischen Mittel resistent. Entsprechende Varroamilben sind nach einem Bericht der BBC jetzt in Devon in Südengland aufgetaucht. Möglicherweise haben Imker die Resistenz ausgelöst, weil sie Anti-Milben-Präparate über den empfohlenen Zeitraum hinaus angewandt haben. Noch ist offen, ob Biologen ein neues Gegenmittel finden, bevor sich die Milben landesweit ausbreiten.
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Die Milbe Varroa destructor befällt junge Arbeiterinnen und Drohnen sowie deren Brut. Die Parasiten saugen Blut und schwächen die Bienen, die dann anfälliger für zahlreiche Krank- heiten werden. Das aus Südostasien nach Europa importierte Problem ist auch in Deutschland verbreitet. Die Varroamilbe verursacht bei uns Schäden von rund 30 Millionen Mark jährlich. Die Biologin Dr. Eva Rademacher von der Freien Universität Berlin glaubt, die Milbenseuche könne mit Hilfe von Milchsäure gestoppt werden. Ihr Team setzt auf die Ergänzung eines Verdunsters, der bereits seit Mitte letzten Jahres regelmäßig in Bienenstöcke ge- hängt wird. Der Verdunster enthält 60-prozentige Ameisensäure. Der Wirkstoff schadet nur den Milben, nicht aber den Bienen. Aufgrund der Biologie des Parasiten und seines Wirtes werden zusätzlich Medikamente benötigt, die an der Wintertraube des Bienenvolkes während der kalten Jahreszeit eingesetzt werden können. Hier komme die Milchsäure zum Einsatz, sagen die Forscher. Ihr Verfahren stehe kurz vor der Zulassung. "Der Vorteil dieser Behandlungsmethode mit Ameisensäure liegt darin, dass sie hochwirksam gegen den Parasiten ist, von der Honigbiene aber gut vertragen wird und die Bildung von Resistenzen bei der Milbe ziemlich unwahrscheinlich ist", so Rademacher. "Wichtig ist außerdem, dass die Behandlung nicht zu Rückständen im Honig führt." Der Erhalt der Bienenvölker mit Hilfe von Medikamenten sei nur eine kurzfristige Lösung. "Langfristig wird angestrebt, über die Zucht ein Zusammenleben von Biene und Milbe zu ermöglichen - und zwar ohne Schädigung der Biene."
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