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Autoabgase können die Luft nach Messungen der Fach- hochschule Wiesbaden in Tempo-30-Zonen stärker belasten als an Durchgangsstraßen.
Rüsselsheim/Berlin (dpa) - Eine entsprechende Luft- Immissions-Schadstoff-Analyse (LISA) stellte Chemieprofessor Günter Stein am Dienstagabend in Rüsselsheim vor. «Allerdings wurden die Grenzwerte in keinem Fall überschritten», sagte Stein. Das Umweltbundesamt (UBA) in Berlin meldete Zweifel an. Bei allen anderen Untersuchungen in Tempo-30-Zonen sei festgestellt worden, dass die Schadstoffbelastung bei geringerer Geschwindigkeit sinke, sagte UBA-Verkehrsexpertin Alice Döldissaen am Mittwoch auf Anfrage.

Stein nannte als mögliche Gründe für die gemessene höhere Schadstoff-Belastung die hochtourige Fahrweise in niedrigen Gängen sowie die geringen Luftverwirbelungen beim langsamen Fahren. Die Untersuchung müsse mit zusätzlichen Messungen erhärtet werden und könne nicht als Argument gegen die Verkehrsberuhigung dienen, da Sicherheit und Lärmschutz eine bedeutendere Rolle spielten, betonte Stein. Allerdings könnten die Autofahrer die Schadstoffe verringern, indem sie mit geringeren Drehzahlen führen.