Löwenmähne: Pracht abhängig von Klima und Rang

Nicht alle Löwenmännchen können mit einer prächtigen Mähne protzen: Der Haarwuchs hängt wesentlich von geographischen und sozialen Faktoren ab und ist nicht durchweg genetisch bedingt.
Hamburg (dpa) - Dies haben US-Forscher in einer breit angelegten Feldstudie herausgefunden, berichtet das Hamburger Wissenschaftsmagazin «GEO» in seiner Dezemberausgabe. Das Mähnenwachstum nimmt im Tiefland und in Äquatornähe ab, wies der Biologe Tom Gnoske vom Field Museum of Natural History in Chicago nach.



Zudem seien rangniedrige Männchen oft nur spärlich behaart, um den «Lokalmatador» nicht zu reizen.
Vier Jahre lang beobachtete das Team um Gnoske Löwengruppen in verschiedenen afrikanischen Lebensräumen. Auch Museums- exponate ausgestorbener Löwenpopulationen und Zoo-Tiere wurden untersucht.
Gnoske kam zu dem Schluss, dass die Mähnenlänge stark von Klimaeinflüssen abhängt: Je wärmer die Umgebung ist, desto spärlicher ist der Haarwuchs.
Rangniedrige Löwenmännchen ohne eigenes Rudel vermeiden außerdem mit ihrer unauffälligen Haarpracht gefährliche Kämpfe: Da sie eher aussehen wie Weibchen oder Jungtiere werden sie von den Löwenmachos einfach nicht ernst genommen.


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