Ozon

Es gibt keinen Zweifel: Ozonsmog macht krank. Tränende Augen, Atembeschwerden und Kopfschmerzen sind nur erste Anzeichen. Ozon bewirkt viel Schlimmeres: Es schädigt die Lungen – nicht nur kurzfristig, sondern dauerhaft. Es löst Asthma aus und fördert Allergien. Ozon ist also eine Gefahr für uns alle. Besonders betroffen sind Menschen, die sich viel draußen bewegen: etwa Sportler oder Menschen, die im Freien körperlich schwer arbeiten.


Ozonopfer Nummer eins sind jedoch die Kinder. Sie sind fast immer in Bewegung, spielen und toben draußen, atmen häufiger und nehmen dadurch viel mehr Ozon auf. Kindliche Atemorgane können Ozonangriffe schwerer abwehren, das Reizgas dringt schneller über die Bronchien bis zu den Lungenbläschen vor. Die Folge: Die Anfälligkeit für allergisches Asthma wird größer. Über eine Million Kinder in Deutschland haben bereits Asthma.
Schon ab Konzentrationen von 120 Mikrogramm Ozon pro Kubikmeter Luft kann es zu Schädigungen der Atemwege kommen. Im Sommer werden extreme Konzentrationen dieses Reizgases zum Gesundheits- und Umweltproblem. Ozon ist ein Reaktionsprodukt aus Stickoxiden (NOx) und Kohlenwasserstoffen (HC) – Substanzen, die vor allem aus Auto-Auspuffrohren stammen.


Für rund 70 Prozent der Stickoxid-Emissionen in der Bundesrepublik ist der Autoverkehr verantwortlich. Bei den Kohlenwasserstoffen liegt der Anteil bei rund 50 Prozent.
Ozon ist ein natürlicher Bestandteil der Luft. In den oberen Luftschichten ist es sogar lebensnotwendig, da es als Filter für die gefährlichen UV-Strahlen der Sonne wirkt. In Bodennähe tritt Ozon normalerweise nur in geringen Konzentrationen auf. Bei intensiver Sonneneinstrahlung jedoch braut es sich aus Autoabgasen in großen Mengen zusammen, hochgiftig und chemisch sehr reaktiv.