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Die Pest wird verursacht durch Bakterien mit dem Namen Yersinia pestis, die in einigen Regionen der Welt natürlich bei wildlebenden Nagetieren vorkommen (sog. Naturherde) und zwischen diesen durch Flöhe übertragen werden. Die Inkubations-zeit, d.h. die Zeit zwischen Infektion des Erregers und Ausbruch der Krankheit, kann zwischen wenigen Stunden bis zu 7 Tagen betragen. Die Ausprägungsformen der Pesterkrankung sind unterschiedlich. Man unterscheidet Beulenpest, septikämische Pest und Lungenpest.
Pesterkrankungen treten in unterschiedlich großen Einzelherden in verschiedenen Ländern auf. Vor allem betroffen sind Ostafrika (u.a. Tansania), Madagaskar, die Mongolei, Vietnam, Myanmar, Indien und Peru. Weltweit schätzt die WHO, dass mehrere hundert Erkrankungen pro Jahr vorkommen, wobei die Todesrate bei ungefähr 10 % liegt. Armut, mangelnde Hygiene- und Medizinstandards begünstigen vor allem in Slums und Armenvierteln die Übertragung der Erkrankung. Aber auch in Regionen mit hohen Hygienestandard können Pestfälle vereinzelt auftreten. So meldet die USA ca. 15 Pestfälle im Jahr, meist bei Jägern oder Wanderern, die entlegene Naturherdgebiete (z.B. in den Rocky Mountains) aufsuchen. Für Reisende stellt die Pest nur in absoluten Sonderfällen (z.B. Trekking- und Abenteuertouren in touristisch nicht erschlossene Infektionsgebiete, bzw. berufliche Exposition bei Entwicklungshelfern) ein Risiko dar.
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Nach Flohstich in einem Pest-Risikogebiet bzw. nach direkten Kontakt mit Lungenpest-Erkrankten können - nach Absprache mit dem Arzt - vorbeugend Antibiotika eingenommen werden. In der Regel sind von diesen Prophylaxemaßnahmen keine Reisenden, sondern nur die Familienangehörige der Pestkranken und das medizinische Kontaktpersonal betroffen. Impfstoffe gegen Pest wurden entwickelt sind aber nicht allgemein verfügbar. Sie scheinen einen guten Schutz vor Beulenpest zu geben, während der Schutz vor Lungenpest fraglich ist.
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