Migränepatienten sollten sich jeden Morgen mit einer kurzen Entspannungsübung auf den Alltag vorbereiten. Wichtig ist es, diese Übungen täglich zu machen, am besten vor Arbeitsbeginn, und sie in den Tagesablauf fest zu integrieren.
Darauf hat Dr. Jan Brand von der Migräne-Klinik in Königstein in Bergisch-Gladbach hingewiesen. Da Migräne heute als Reizverarbeitungsstörung betrachtet wird, die unter anderem durch Streß getriggert wird, haben Entspannungsübungen in der Behandlung bei Migräne zusätzlich zur medikamentösen Therapie einen hohen Stellenwert. Zwar sollte man die Patienten anhalten, Streßsituationen möglichst zu meiden. Im Alltag ist das aber nicht immer umsetzbar.
Zehn Minuten Übungen am Morgen wappnen gegen Streß
Brand rät Migränepatienten, sich jeden Morgen mit einer etwa zehnminütigen mentalen Übung gegen Streß zu wappnen. Bewährt habe sich dabei etwa das progressive Muskelentspannungstraining nach Jacobson, autogenes Training, Yoga, Thai Chi und Qi-Gong, so der Experte bei der Veranstaltung des Unternehmens Deutsche Chefaro Pharma, bei der das Produkt "Kühlendes Stirnband®" vorgestellt wurde (wir berichteten).
Streßbewältigung erleichtern können auch eine richtige Atemtechnik, Bio-Feedback- oder kognitiv-verhaltensorientierte Verfahren, die auf Korrektur ungünstiger Verhaltensmuster wie zu großer Ehrgeiz oder Perfektionismus zielen.
Dies empfiehlt auch die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft in ihren Richtlinien.
Da Migräne oft durch bestimmte Trigger ausgelöst werden, sollten die Patienten einen Kopfschmerzkalender führen, um vermeidbare Faktoren zu erkennen. Dabei kann es sich um bestimmte Situationen handeln, aber auch um Nahrungsmittel wie Rotwein, Käse, Geschmacksverstärker oder Kaffee.