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Abhängig vom Verlauf der Entzündung wird ein geeignetes Mittel gewählt / Homöopathische Therapie ist auch bei akuten Infektionen möglich

Eine Therapie mit homöopathischen Arzneimitteln ist auch bei akuten Harnwegsinfektionen möglich - sofern keine schwere Bakteriurie vorliegt.


S
ind Nässe und Kälte teilweise die Ursache für die Infektion, dann sind Pulsatilla pratensis und Solanum dulcamara D6 zu nennen. Dulcamara gilt als klassisches Mittel gegen akute Erkrankungen durch Unterkühlung.
Pulsatilla ist vor allem auch bei Schleim im Urin indiziert und bei Infekten, die zur Chronifizierung neigen. Hinweise darauf sind starker Harndrang vor allem beim Hinlegen, ein Brennen in der Urethralöffnung bei der Miktion.
Bei rezidivierenden und chronischen Entzündungen ist auch Petroselinum D2 oder D4 geeignet, etwa wenn ein plötzlicher, schmerzhafter Harndrang auftritt.

Bei einem akuten Infekt sollte alle halbe bis volle Stunde von den erwähnten Präparaten eine Dosis mit drei Tropfen, drei Globuli der einer Tablette eingenommen werden. Bei einer chronischen Infektion genügt eine Dosis von fünf Tropfen, fünf Globuli oder einer Tablette zwei- bis dreimal täglich. Liegt eine schwere Bakteriurie vor, sind Antibiotika zwingend notwendig.