Wundtherapie mit Maden

Maden von Schmeißfliegen als Wundverband: Der Anblick der reiskorngroßen Helfer Lucilia sericata beim Verzehr toten Gewebes ist nicht gerade ästhetisch. Doch die Biochirurgie genannte Behandlungsmethode wird mittlerweile in über 100 deutschen Kliniken praktiziert.

Mit beeindruckenden Erfolgen, wie Privatdozent Dr. Wim Fleischmann vom Krankenhaus Bietigheim und Dr. Martin Grassberger von der Universität Wien im Ratgeber "Maden-Therapie" berichten: Über 90 Prozent der oft langjährigen Wunden heilen schmerzfrei und ohne unerwünschte Wirkungen ab.
Der Chirurg und der forensische Insektenkundler informieren in dem Ratgeber ausführlich und leicht verständlich über das Verfahren. Nach einer Übersicht zu Fliegen und Maden sowie der Geschichte der Methode, die oftmals die letzte Rettung vor einer Amputation von Gliedmaßen ist, werden die Wirkungsweise und ihre Anwendung, etwa bei diabetischen Fußgeschwüren oder Dekubitus, geschildert. Zusätzlich zur farbig bebilderten Beschreibung der Krankheiten, bei denen Maden hilfreich sind, werden Fallbeispiele aus der ärztlichen Praxis vorgestellt und häufige Fragen beantwortet.