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Dem ungeborenen Kind Mozart vorzuspielen, mag vielen als übertrieben oder gar unnütz erscheinen. Doch sollte die Schwangerschaft nicht als bloße Wachstumsphase des Kindes verstanden werden. Die Kommunikation zwischen Mutter und Säugling beginnt nämlich schon in der frühen Phase der embryonalen Entwicklung.

Daher ist es wichtig, die neun Monate der Schwangerschaft ernst zu nehmen. Bereits intrauterin bekommt das Ungeborene viele Dinge mit. Unbewusst sendet die Mutter andauernd neuronale Impulse an ihr Kind. Über die Plazenta gelangen Hormone zum Ungeborenen. Stress bekommt das kleine Wesen also genauso mit, wie Phasen des Glücks und der Entspannung. Es gibt Annahmen, die besagen, dass Stress in der siebten bis neunten Schwangerschaftswoche sogar eine verzögerte sexuelle Entwicklung des Kindes hervorrufen kann. Neben humoralen Einflüssen, wie Adrenalinschüben, werden auch vegetative Reaktionen direkt an Embryo beziehungsweise Fötus übermittelt - Genügend Gründe, der Schwangerschaft Beachtung zu schenken - auch wenn es nicht gleich Mozart sein muss.