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Windpocken |
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Sie zählen zu den weltweit verbreitetsten Kinderkrankheiten. Der Erreger der Windpocken, das Varizella-Zoster-Virus, ist sehr ansteckend. Infizierte Personen können die Krankheit über eine Entfernung von zehn Metern übertragen. An Windpocken erkranken vor allem Kinder zwischen fünf und zehn Jahren, aber wegen der großen Empfänglichkeit auch Säuglinge. Während Kinder mit einer Erstinfektion relativ gut zurechtkommen, leiden Erwachsene und Säuglinge wesentlich stärker unter einer Windpockenerkrankung.
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Die Erkrankung hat eigentlich kein typisches Vorstadium. Möglicherweise sind die Zeichen einer leichten Erkältung vorhanden wie Fieber, Kopf- und Halsschmerzen. Später entsteht unter Fieberanstieg ein Ausschlag, der oft im Gesicht und auf der behaarten Kopfhaut beginnt und auf den Körper übergreift. Die zunächst stecknadelkopfgroßen Flecken werden zu kleinen Knötchen und schließlich zu Bläschen.
Die Bläschen enthalten zunächst eine klare, wässrige Flüssigkeit, die sich im weiteren Verlauf trübt. Sie trocknen dann ein und sind anschließend von Krusten bedeckt. Die Bläschen entstehen schubweise etwa bis zum dritten oder vierten Krankheitstag, sodass die verschiedenen Stadien des Hautausschlages nebeneinander erscheinen. Dabei besteht ein starker Juckreiz. Die Bläschen trocknen schließlich ein und verschorfen.
Ein bis zwei Wochen nach Beginn der Erkrankung fällt der Schorf ab. Es bleiben rote Flecke oder kleine helle Narben auf der Haut zurück, die über mehrere Wochen hinweg sichtbar sein können. Auch auf den Schleimhäuten, wie zum Beispiel im Mund, können schmerzende Bläschen entstehen. Bilden sich die Bläschen auch auf der Bronchialschleimhaut, kommt es zu einem trockenen Husten.
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Bei Kindern ist Bettruhe nur erforderlich, wenn Ihr Kind Fieber hat und/oder sich krank fühlt.
Gegen den Juckreiz helfen meist Schüttelmixturen mit Gerbstoffen oder Zink sehr gut. Bei sehr starkem Juckreiz verordnet der Arzt ein Antihistaminikum.
Bei Fieber sind Wadenwickel zur Temperatursenkung sinnvoll. Es können auch fiebersenkende Zäpfchen, z. B. mit dem Wirkstoff Paracetamol, eingesetzt werden. Diesen Wirkstoff gibt es in einer kindgerechten, das heißt, dem Alter des Patienten angepassten Dosierung.
Das Aufkratzen der Bläschen sollte so weit wie möglich verhindert werden. Denn durch Aufkratzen kann sich der Bläscheninhalt mit Bakterien infizieren. Beim Abheilen bilden sich dann möglicherweise bleibende Narben. Erst wenn alle Bläschen verkrustet sind, darf vorsichtig geduscht werden.
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In der Regel werden nur die Symptome der Windpocken mit juckreizstillendem Puder oder Schüttelmixturen behandelt. Wenn dies nicht ausreicht, verschreibt Ihnen der Arzt juckreizstillende Medikamente zum Einnehmen, so genannte Antihistaminika. Die Bläschen sollten auf keinen Fall aufgekratzt werden, denn dadurch können sie sich mit Bakterien infizieren. Beim Abheilen bilden sich dann möglicherweise bleibende Narben, oder es drohen Folge-Infektionen. Bei Befall der Mundschleimhaut ist eine breiig-flüssige Ernährung angezeigt, aber auch Mundspülungen und -pinselungen. Sind alle Bläschen verkrustet, darf auch vorsichtig lauwarm geduscht werden.
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Röteln
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