In einer kürzlich veröffentlichten Studie fanden Wissenschaftler des Herz- und Diabeteszentrums NRW, Klinikum der Ruhr-Universität, heraus, dass Vitamin D zu einem Anstieg entzündungshemmender Substanzen im Blut und zur Unterdrückung entzündungsfördernder Substanzen führt: Eine positive Nachricht für die rund 22 Millionen Menschen, die an Herzmuskelschwäche erkrankt sind.
Die Herzmuskelschwäche ist aufgrund der Altersverschiebung der Gesellschaft eine Erkrankung mit stetig steigender Bedeutung und weist trotz Verbesserungen in der medikamentösen Therapie immer noch eine hohe Sterblichkeit auf - jeder zweite Patient überlebt die ersten fünf Jahre nach der Diagnose nicht. In Deutschland sterben jährlich 33.000 Frauen und 15.000 Männer an Herzschwäche.
Herzmuskelschwäche und Vitamin-D-Mangel hängen zusammen
Die Wissenschaftler fanden heraus, dass die Vitamin D-Gabe zu einem Anstieg entzündungshemmender Substanzen im Blut und zur Unterdrückung entzündungsfördernder Substanzen führt. Diese Zytokine zählen zu den Gewebshormonen, die u.a. die Abwehr von Bakterien steuern und koordinieren. Im Verlauf der Herzmuskelschwäche kommt es jedoch krankheitsbedingt fast immer zu einer überschießenden Ausschüttung entzündungsfördernder Substanzen.
Dies wirkt sich nicht nur negativ auf den weiteren Krankheitsverlauf aus, sondern kann bei den Betroffenen zu einem wahren Teufelskreis führen, da durch die auftretende Herzschwäche die Ausschüttung dieser Gewebshormone weiter ansteigt. Es konnte nachgewiesen werden, dass Vitamin D das Entzündungsprofil bei Patienten mit Herzmuskelschwäche verbessern kann.
Wer ist das Vitamin D?
Vitamin D wird vom menschlichen Körper selbst über die Haut gebildet. 75 bis 90 Prozent des Bedarfs entstehen durch die UVB-Strahlung im Sonnenlicht. Allerdings reicht zwischen Oktober und April die UVB-Strahlung nicht aus, um genügend Vitamin D zu bilden. Doch normalerweise kann der Körper in den Wintermonaten von dem "Vitamin D-Speicher", der während der Sommermonate gebildet wird, zehren. Wer aber seinen Beruf im Büro ausübt und seine Freizeit hauptsächlich vor dem Fernseher oder dem Computer verbringt, bildet zu wenig Vitamin D. Vor intensivem Sonnenbaden raten die Wissenschaftler jedoch ab, da die UV-Strahlung einfach zu gefährlich ist. Der regelmäßige Konsum Vitamin D-reicher Kost ist zu empfehlen. In nennenswerten Mengen ist Vitamin D allerdings nur in fettreichem Fisch, wie Hering, Aal, Makrele und Lachs enthalten. Ratsam sind zwei bis drei Fischmahlzeiten pro Woche